Ein Gästebuch gibt es nicht nur im Internet. In vielen Hotels und Pensionen, aber auch in Kirchen und Kapellen liegen die Bücher aus, damit sich die Besucher und Gäste, die Pilgerer und Touristen eintragen können. Im Endeffekt erfüllt dieses Gästebuch aus Papier den gleichen Zweck, wie jenes, das auf einer Homepage zur Anwendung kommt. Der Unterschied ist wirklich nur das Blättern und das Schreiben mit der Hand. Allerlei Kritik, gute Wünsche, Gebete und andere Botschaften finden sich in den Büchern, sowohl im World Wide Web, als auch im wahren Leben.
Bei vielen Sehenswürdigkeiten liegt ein Gästebuch aus, damit die Besucher vermerken können, wann sie hier waren und wer aller dabei war. Der flapsige Spruch „I was here“ und eine krakelige Unterschrift ist hier ebenso zu finden, wie eine ausführliche Botschaft einer Touristengruppe, mit Adresse oder Handynummer. Sogar die lustigen Malereien fröhlicher Urlaubskinder werden in einem solchen Gästebuch zu finden sein. Oft kann man in den alten Büchern blättern und sehen, wer schon aller hier war. Auch seine eigene Botschaft, zum Beispiel aus dem letzten Urlaub, kann hier wieder gefunden werden.
Auch die Romantik hält Einzug in einem solchen Gästebuch aus Papier. Die Flitterwochen, das Kennenlernen einer neuen Liebe: All diese Dinge sind gern gelesene Einträge in dem Buch, das so nebensächlich, aber doch so wichtig werden kann. In einer kleinen Kapelle in Regensburg liegt beispielsweise ein solches sehr besonderes Gästebuch: Hier tragen die Besucher ihre Wünsche und Gebete an die Gottesmutter Maria ein. Spannend, zu erfahren, wie Bitte und Dank sich hier treffen, wie der Glaube den Menschen Kraft geben kann.
